Portrait

Das hier, das ist der Augsburger Tolkien-Stammtisch.

Der Tolkien-Stammtisch augsburg

Der sieht vielleicht ein bisschen seltsam aus, und klingt komisch, aber das macht nichts, das gehört so.

Der tut auch nichts, der will nur spielen. Meistens.

Den Augsburger Tolkien-Stammtisch den haben der Lindir und der Tulkas gegründet. Einfach so weil ihnen das Spaß macht. 2000 und drei was das, wen’s interessiert. Die Beiden machen das auch öfters, ein Jahr vorher – also 2000 und zwo – haben Sie schon den Münchner Stammtisch im Westend gegründet. Und das hat den Beiden so viel Spass gemacht, dass die in Augsburg gleich noch einen gegründet haben. Tolle Sache.

Was so ein Stammtisch so alles macht, das erzählen wir Euch gleich.

Vorher noch was das so ein Stammtisch unbedingt braucht, weil der kann ja nicht so alleine sein. Der braucht Leute, Mitglieder werden die genannt, oder Teilnehmer, die da regelmäßig kommen und ihn besuchen. Einfach so.

Aber in Augsburg gibt es nicht so viele Teilnehmer, und die Augsburger sind auch nicht so kontaktfreudig. Deshalb haben der Lindir und der Tulkas alle Leute die sie kannten mit auf den Stammtisch geschleppt. Ob die wollten oder nicht. Das waren ne ganze Menge. Manche fanden’s lustig, und manche hat`s sogar interessiert. Die sind dann auch geblieben.

Und so hat der Augsburger Tolkien-Stammtisch doch noch seine Mitglieder bekommen, manche kommen sogar von alleine. Eins, zwei, drei, viele.

Jetzt was macht man auf so ’nem Stammtisch?

Vor allem reden und reden und noch mal reden. Gibt ja viel über das man reden kann. Über das Wetter zum Beispiel, oder über die Spritpreise. Oder über andere Menschen, die man nicht leiden kann.

Auf dem Stammtisch wird aber vor allem über Tolkien geredet – es heißt ja auch TOLKIEN-Stammtisch – und den Herrn der Ringe.

Den Herrn der Ringe den kennt Ihr bestimmt, den hat dieser Professor geschrieben, dieser Tolkien, der hat das ganz Toll gemacht, der hat sogar ne ganze Welt erfunden. Ganz alleine. Mittelerde heißt die. Toll.

Und über diese Welt und den Tolkien wird da geredet. Da gibt es viel zu erzählen, der hat ja auch ne ganze Welt erfunden. Und so ne Welt ist groß. Da sitzt man schon mal ne Zeitlang da und redet.

Wie gesagt, der Stammtisch hat Mitglieder. Und inzwischen sind da einige dabei, denen das so gut gefällt, dass sie immer kommen. Auf die kann man sich dann verlassen. Andere kommen nur ab und zu, macht ja nichts, man kann nicht immer Zeit haben, oder vielleicht hat man mal einfach keine Lust. Aber die Anderen freuen sich immer wenn man dann doch kommt.

Und die Leute die immer da sind, die sind auch so richtig begeistert, und die wollen immer was machen.

Zum Beispiel den Tolkien Tag. Da geht es ein ganzes Wochenende lang nur um Tolkien und den Herrn der Ringe. Ein langer Stammtisch also. Aber größer und mit mehr Programm und mehr Leuten. So einen Tolkien Tag muss man genau organisieren. Und das haben Die auch schon dreimal gemacht, das können Die jetzt schon richtig gut.

Und es sind immer Besucher dabei denen das so gut gefällt, dass sie gleich auch noch auf die Stammtische auch kommen. Da freut sich der Lindir dann. Und die Anderen natürlich auch.

Aber weil den Stammtischlern das immer noch nicht genug ist, und weil die noch mehr tun wollen, machen Sie auch immer wieder ein Coalbiting. Das ist Englisch und heißt Kohlen-Beißen. Und das heißt so, weil man das draußen am Lagerfeuer machen muss, in der Nacht, und da wird es kalt, und dann muss man so nah ans Feuer rücken, damit einem warm wird, dass man fast in die Kohlen beißt, so nah ist man, und deshalb heißt das Coal Biting. Das hat auch dieser Professor erfunden, dieser Tolkien.

Und da wird dann viel vorgelesen und Kekse gegessen und das ist ganz lustig.

Und weil das den Stammtisch-Leuten immer noch nicht genug ist, und Die sich gerne noch öfter sehen wollten als nur am Stammtisch – der ist ja nur einmal pro Monat – haben sie gesagt sie treffen sich öfters. Aber das ging nicht, weil so viel Zeit haben Die ja dann doch nicht, man will ja noch was anders machen, muss mal die Oma besuchen und so. Deshalb haben sie gesagt „wenn schon nicht öfter dann doch länger“. Und so haben Die dann den Nachmittagsstammtisch gegründet. Klingt langweilig, ist es aber nicht.

Am Nachmittagsstammtisch da können die Leute dann nämlich machen was sie wollen. Das findet immer in der Wohnung von Einem statt, meistens in der Wohnung vom Lindir, weil der die größte hat, und da wird dann Tee getrunken, und gegessen und wieder viel geredet.

Über Tolkien natürlich. Aber auch über andere Fantasy-Büchter, und es gibt Leute die machen Buchvorstellungen, oder lesen was vor, oder halten Vorträge. Es wird diskutiert, und Spiele gespielt und viel gelacht. Außerdem gibt es immer Kekse, die sind selber gemacht und heißen ElbenSterne oder Hobbitfüße. Die mag der Lindir so gern, da isst er immer ganz viele, und dann ist ihm immer so komisch von all dem Muskat und dem Zimt der da drin ist. Komisch.

Nach dem Nachmittagsteil geht dann der normale Stammtisch los, der ist dann wieder in einer Kneipe, gleich in der Altstadt. Da kommen dann noch mal Leute, die nachmittags nicht konnten, oder nicht wollten, oder die sich nicht in fremde Wohnungen trauen. Es gibt auch Leute die kommen nur am Nachmittag, die trauen sich vielleicht nicht in Kneipen. Müssen sie ja auch nicht.

Wenn ihr auch mal über was reden wollt, oder einfach mal schauen wollt was die in Augsburg so machen, dann kommt doch einfach vorbei.

Der Augsburger Tolkien-Stammtisch trifft sich jeden zweiten Samstag im Monat. Klingt komisch, ist aber so.

Im Annapam in der Bäckergasse, ab 20.00, also acht am Abend.

Und warum Christoph seinen Ring verloren hat, und was dann so alles passiert ist, das erzählen wir Euch dann nach der nächsten Maus.